Der Konvent der evangelischen Krankenhausseelsorge in Westfalen
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Berichte und weiterführende Informationen zu Tagungen und Veranstaltungen des Konvents.

2013

Mai
regionalkonventstreffenstudienergebnissevollversammlung2013fotografin von volker monkemoeller fotografiertvor dem buffettheologische referentin dr friederike ruethereinzugLive-Musikreferentin in aktionteilnehmendemurmelgruppenach dem schuettelnschuettelntrommelntrommelunterrichttrommeln

Vom 6. bis 8. Mai 2013 fand in Haus Villigst (Schwerte) die Jahrestagung des Konvents statt. Bevor die Tagung mit einem Abend der Begegnung startete, fand am Vormittag das Treffen der Regionalsprecherinnen und -sprecher statt, mittags die Mitgliederversammlung des Fördervereins und nachmittags dann die Vollversammlung des Konvents. In diesem Jahr gab es Wahlen. Als Vorsitzender wurde Matthias Mißfeldt bestätigt. Heide Gerland, die bisher als Gast im Vorstand mitgearbeitet hat, wurde neben Stephan Happel und Thomas Jarck, die beide in ihrem Amt bestätigt wurden, neu gewählt. Den Jahresbericht des Vorstands können Sie hier abrufen.
Die Tagung hatte das Thema (Sekundäre) Traumatisierung in der (Krankenhaus) Seelsorge - „Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen"  (Jes 53,4)
Die Referentin Judith Rothen führte uns mit einer wohltuenden Lebendigkeit und Fürsorge durch das Thema. Sie arbeitete mit unserer großen Gruppe von 47 Teilnehmerinnen und Teilnehmern so, dass ein Gefühl von Kleingruppe entstand. Matthias Mißfeldt leitete eine TRE (Trauma-Release Exercises) nach Stephen Porges an, die in der Traumatherapie dem Spannungsabbau dient, was wir wohltuend am eigenen Leib erfahren haben. Abends wurde mit fast 40 Trommeln afrikanische Musik gemacht - mit großem Spaß und viel Schweiß. Oben ein paar fotografische Impressionen. Wenn Sie die Bilder anklicken, vergrößern sie sich. Die Bilder sind von Volker Mönkemöller und Anke Lublewski-Zienau.

Die Tagung war folgendermaßen ausgeschrieben:

Seelsorge im Krankenhaus begleitet PatientInnen, Angehörige und Mitarbeitende in hoch belastenden Situationen und Krisen. Diagnose und Therapie können auf alle Beteiligten auch traumatisierend wirken. Die Begleitung verletzt auch die Begleitenden und das nicht zuletzt deshalb, weil sie sich immer wieder solchen Situationen stellen müssen. Miterlebte Traumata können berufsbiographisch kumulieren und zu einer ganz eigenen Belastung werden.
Unsere Jahrestagung geht zum einen der Frage nach, wie diese ‚Notfall’-seelsorge und Krisenbegleitung von KlinikpfarrerInnen für alle Beteiligten in den Grenzsituationen des Lebens stabilisierend und entlastend wirken können.
Zum anderen wollen wir aber auch nach uns selber schauen.

Zum Schutz vor solcher „sekundären“ Traumatisierung und ihrer berufsbiographischen Kumulation entwickelt die prozess- und ressourcenorientierte Arbeit mit der Traumatherapeutin Judith Rothen (Rotterdam)  Strategien zur Prävention und salutogenetischen Selbstbestärkung. Wir freuen uns, dass Judith Rothen mit uns eineinhalb Tage – besonders auch körperorientiert - arbeiten wird.  Im Verlauf der Tagung soll prozessorientiert eine Trauma Releasing Exercise-Einheit angeboten werden.
Bequeme Kleidung, Iso- oder Yoga-Matte sind bitte mitzubringen.

Informationen zur  Referentin, Judith Rothen finden sich auf  folgender Homepage:  http://www.rothen.nl/Deutsch/index.php ; dort findet sich auch ein Link zum Europäischen Institut für Energetische Psychologie siehe http://www.ei-ep.com/

Hier die Tagungseinladung als PDF-Datei

Januar

Am 30. Januar 2013 fand in Villigst die Fachtagung des Konvents zum Thema "Mein Tod, Dein Leben - Seelsorge im Zusammenhang von Organspende" statt. Referent war Günter Jochum, Pfarrer und Krankenhausseelsorger aus Siegen, der viele Jahre Angehörige von Menschen beraten und begleitet hat, bei denen der endgültige, nicht behebbare Ausfall der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms nach Verfahrensregeln, die dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft entsprechen, festgestellt wurde, um ihnen bei der Entscheidung Organentnahme ja oder nein zur Seite zu stehen. Die Powerpointpräsentation können Sie als PDF-Datei hier herunterladen:

Günter Jochum, Mein Tod, Dein Leben, PPP Fachtagung 2013


Siehe auch Artikel auf der Internetseite der EKvW

Download Flyer


INHALT Die Begleitung Sterbender und deren Angehörigen ist zweifellos eine Kernkompetenz der Seelsorge. Eine besondere Situation ist es allerdings, wenn bei einem Patienten der Hirntod vermutet oder festgestellt wird. Der Patient ist dann nach dem Transplantationsgesetz potentieller Organspender. Daraus resultieren Informationspflichten und festgesetzte Handlungsabläufe. Die Angehörigen müssen nach der Feststellung des Hirntodes einerseits realisieren, dass der Mensch, mit dem sie in enger Beziehung gestanden haben, verstirbt. Gleichzeitig müssen sie dem bekannten oder mutmaßlichen Wunsch des Sterbenden bezüglich einer Organentnahme entsprechen. Neben der medizinischen Aufklärung und einer unter ethischen Gesichtspunkten hoffentlich guten Beratung und Gesprächsführung besteht in dieser Extremsituation auch ein besonderer Bedarf an psychologischer bzw. seelsorglicher Begleitung. Damit wir als Seelsorgende in der beschriebenen Gemengelage kompetent agieren und Beistand leisten können, ist eine Kenntnis der medizinischen, organisatorischen, ethischen und psychologischen Aspekte hilfreich. Auch die eigene Haltung zur Organtransplantation sollte genügend reflektiert sein, um für sich entscheiden zu können, ob bzw. wie man sich seelsorglich in diese Prozesse einbringen möchte. Die Tagung bietet die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und sich auch im Gespräch mit den Kolleginnen und Kollegen persönlich zu orientieren. Mit Günter Jochum haben wir einen äußerst kompetenten Referenten gewonnen. Er war 12 Jahre lang in einem Krankenhaus mit einer großen neurochirurgischen Abteilung als Krankenhausseelsorger tätig. In diesem Haus gab es ein Konzept, welches den Seelsorger im Zusammenhang mit Hirntod und Organspende obligatorisch in die Gespräche mit den Angehörigen einbezogen hat. Er hat deshalb viele Gespräche mit Angehörigen geführt und war in den unterschiedlichsten Situationen seelsorglich tätig. Darüber hinaus hat er Pflegende und Ärztinnen/Ärzte zu diesem Themenbereich fortgebildet und auf Einladung der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und des Deutschen Evangelischen Krankenhaus-verbandes (DEKV) dazu verschiedentlich referiert.

Tagungsverlauf

09:30 Uhr

Ankommen, Stehkaffee

10:00 Uhr

Dramaturgie eines Schicksalsschlages
(Die Situation der Angehörigen, die über das Schädelhirntrauma oder die Hirnblutung des Patienten aufgeklärt werden und was danach auf sie zukommt.)

10:45 Uhr

Informationen
- zur Organspende allgemein
(Unterscheidung von lebenden, hirntoten oder klinisch toten Organspendern, der im Transplantationsgesetz definierte Zeitpunkt für eine Organentnahme, wie definiert man den Tod eines Menschen?)
                             - zur Hirntoddiagnostik – wie wird sie durchgeführt
                             - zur Explantation, Organvermittlung und Transplantation

11:45 Uhr

Die Feststellung des Spenderwillens
                           (Erweiterte Zustimmungslösung  bzw. Entscheidungslösung)
                             Ergebnisoffene oder ergebnisorientierte Gesprächsführung?

12:30 Uhr

Mittagspause

13.30 Uhr

Die unterschiedlichen Rollen, die Seelsorge füllen kann

- ethische Beratung
- psychologische Krisenintervention
- seelsorglicher und geistlicher Beistand

 

Die möglichen Adressaten seelsorglicher Zuwendung und Begleitung

- die Angehörigen
- das Behandlungsteam der Intensivstation
- das OP-Personal

 

Plaudergruppen:
                            Austausch darüber, wie man/frau die Rolle als Seelsorger/in   ausfüllt oder gerne ausfüllen würde.
                               Sammeln offener Fragen oder Statements für’s Plenum
                               anschließend: Plenum

14:30 Uhr

Pause

14:45 Uhr

„Und wie halte ich es selbst mit der Möglichkeit, Organe zu spenden oder  Organe zu bekommen“?
Kurze Einführung
anschließend Gespräch in Kleingruppen

15:45 Uhr

Plenum
– Möglichkeit von Beiträgen aus den Kleingruppen
                               Tagungsfeedback und –abschluss

 

Reisesegen


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