Der Konvent der evangelischen Krankenhausseelsorge in Westfalen
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Seelsorgegeheimnis

Das Seelsorgegeheimnis verlangt eine besondere Verschwiegenheit, beschrieben in Art. 24 (1) KO: "Pfarrerinnen und Pfarrer haben über alles, was ihnen in ihrer Eigenschaft als Seelsorgerin und Seelsorger anvertraut worden oder
bekannt geworden ist, zu schweigen. Werden sie von denjenigen, die sich ihnen anvertraut haben, von der Schweigepflicht entbunden, haben sie dennoch sorgfältig zu prüfen, ob und inwieweit sie Aussagen oder Mitteilungen verantworten können."

Das Seelsorgegeheimnis wird vom Staat geachtet durch ein Zeugnisverweigerungsrecht vor allen Behörden, auch vor Gericht. Es muss geprüft werden, ob ein Sachverhalt "in Ausübung der Seelsorge anvertraut" wurde.

Wenn ein Sachverhalt mit der Seelsorge in überhaupt keinem Zusammenhang steht, wie z.B. bei einem Verkehrsunfall auf dem Weg zum Gemeindehaus, gibt es kein Zeugnisverweigerungsrecht. Es empfiehlt sich jedoch, Kontakt mit dem Landeskirchenamt (Personaldezernat) aufzunehmen zur vorhergehenden Prüfung,
ob es sich um Seelsorge handelt oder nicht.

Siehe auch unter Beichtgeheimnis und unter Verschwiegenheit

Arne Kupke

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