Der Konvent der evangelischen Krankenhausseelsorge in Westfalen
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PSU im Krankenhaus

Psychozoziale Unterstützung im Krankenhaus bei Großschadenslagen

Ein Großschadensereignis mit einem sogenannten Massenanfall von Verletzten (MANV) wird anders als ein kleinerer Einsatz nicht durch den unmittelbaren Transport der Verletzten ins Krankenhaus abgearbeitet. In Behandlungsplätzen werden die Verletzten zunächst gesammelt und gesichtet, um dann in die Krankenhäuser verteilt zu werden.

Erfahrungen aus Schadensereignissen haben gezeigt, dass aber nicht nur die Verletzten selber ins Krankenhaus kommen, sondern ihnen die Angehörigen folgen, etwa im Verhältnis 1:3; oft machen sich Angehörige selbständig auf die Suche nach Betroffenen und fahren Krankenhäuser ab.

Für die Fußballweltmeisterschaft werden Zahlen gefordert, die hier in Deutschland noch nie in einem echten Schadensfall aufgetreten sind: 1200 Verletzte sollen versorgt werden können.

Eine solche Zahl würde nicht nur die Einsatzkräfte vor erhebliche Probleme stellen, sondern auch die versorgenden Krankenhäuser?(s. 3sat Sendung "Notfallmedizin ist kaum auf Terroranschlag vorbereitet")

Neben der medizinischen Versorgung wird der Bedarf an Psycho-Sozialer Unterstützung (PSU) in den Krankenhäusern sehr hoch sein. Die beiden Krankenhausseelsorgekonvente der EkiR und der EkvW hatten im Februar zu einem InfoTag, eingeladen, um sich diesem Thema zu nähern und gemeinsam zu überlegen, in welcher Form die Krankenhausseelsorge einen Beitrag zur Psycho-Sozialen Unterstützung leisten kann.

Es ging darum, zunächst einmal die Struktur außerhalb der Krankenhäuser wahrzunehmen, um besser zu verstehen, was im Rahmen einer sogenannten externen Schadenslage im Krankenhaus notwendig wird und wie besonders die „vierte Säule“ im Krankenhaus, die psycho-sozialen Dienste, davon betroffen sind.

Die Präsentationen der Referenten sind hier abzurufen:

Dr. Hagebölling, Leiter der Berufsfeuerwehr Bochum, Massenanfall von Verletzten - Sichtungskategorien[PDF 0,9MB]

Kriminalhauptkommisar Leimanzik, Größere Schadenslage - Aufgaben der Polizei [PDF 450KB]

Dr. Schneppenheim von der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin, Maßnahmen im Krankenhaus bei Großschadenslagen [PDF 2,1MB]

Pfr. Schanzmann, System PSU in den Feuerwehren NRW [PDF 120KB]

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